SCHÜßLER-SALZE


Mit Schüßler-Salzen werden chronische und akute Erkrankungen behandelt, die auf einer Störung des Mineralstoffhaushalts zurückzuführen sind. Mineralsalze sind im gesamten Körper für unendlich viele Vorgänge wichtig. Fehlen sie, reagiert unser Körper mit Symptomen, man fühlt sich krank. Aufgrund dessen ist das Einsatzgebiet der Schüßler-Salze sehr umfangreich. Sie werden gerne unterstützend eingesetzt bei:

chronischen Erkrankungen

  • Bewegungsapparat (Arthrose, Sehnen- und Bänderprobleme, …)
  • Haut, Haare (Ekzeme, Veränderungen des Haut-, und Haarbildes)
  • Stoffwechsel (Leber, Immunsystem, Fettstoffwechselstörungen, …)

 

akuten Erkrankungen

  • Erkältung/Grippe
  • Bewegungsapparat (Zerrungen, Prellungen, Entzündungen, …)

 

psychischen Beschwerden



Weitere Informationen zu Schüßler-Salze

    Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler wurde 1821 in Bad Zwischenahn geboren und starb 1898 in Oldenburg. Er studierte Medizin in Paris, Berlin, Gießen und Prag. 15 Jahre lang war er als homöopathischer Arzt tätig. Auf Basis der Zellenlehre forschte er nach den Ursachen von Krankheit und deren Behandlung mit Schwerpunkt auf Mineralstoffe und Spurenelemente. Schon damals umfasste die Homöopathie hunderte von Mitteln, so dass es schwierig war und noch immer ist, schnell das richtige Mittel zu finden. Schüßler setzte sich zum Ziel, eine auch für den Laien einfache und zugängliche Therapie zu entwickeln. Sein Grundgedanke war hierbei, dass Körperzellen nicht mehr richtig funktionieren können, wenn ihnen wichtige Mineralstoffe fehlen und dass dies dann unweigerlich zu Krankheiten führt.


    Für seine Forschung untersuchte er die Asche von Verstorbenen auf ihren Gehalt an Mineralstoffen und entdeckte dabei Zusammenhänge zwischen Mineralmangel und den Erkrankungen der Verstorbenen. Dabei fand Schüßler heraus, welche Mineralsalze im Körper hauptsächlich vorkommen, welche Aufgabe sie haben und welche Erkrankungen durch einen Mangel hervorgerufen werden. Aufgrund dieser Studien benannte er die bis heute bekannten 12 Schüßler-Salze, die für das Funktionieren des menschlichen Körpers wichtig sind. Das Salz Calcium sulfuricum verwarf er wieder, weil er sich nicht sicher war, ob es tatsächlich dauerhaft im Körper vorkommt. Daher sind in seinem Buch „Eine abgekürzte Therapie“ nur 11 Salze beschrieben. Nach seinem Tod fand man heraus, dass dieses Salz durchaus im Körper vorkommt und fügte es wieder hinzu. Daher hat das Calcium sulfuricum die Nummer 12 bekommen, ansonsten sind die Salze alphabetisch geordnet. Allen Salzen ordnete er eine Funktion im Körper zu und bereitete sie so auf, dass sie vom Körper besonders gut aufgenommen werden können.


    Viele Mineralsalze, in konzentrierter Form eingenommen, werden schlecht aufgenommen und gelangen nicht in die einzelnen Zellen, folglich kommt es zu Mineralstoff-Mangel trotz ausreichender Mineralsalz-Versorgung durch die Nahrung. Um dieses Problem zu umgehen, potenzierte (verdünnte) er die Salze entsprechend der Homöopathie, um die Aufnahme im Verdauungskanal zu erleichtern. Schüßler verstand seine Therapie hierbei als Reiztherapie, das heißt die Aufnahme einer geringen Mineralsalz-Menge in potenzierter Form soll die Zellen anregen, wieder größere Mengen des entsprechenden Salzes aus der Nahrung aufzunehmen, bis der Mangel ausgeglichen ist. Im Unterschied zur Homöopathie wird bei der Schüßler-Salz-Therapie jedoch nicht das für die Homöopathie so entscheidende Simile-Prinzip angewendet, das auf der Annahme beruht, dass Ähnliches durch Ähnliches geheilt werden kann. Die "Biochemie„ nach Dr. Schüßler versteht sich als Ergänzung, das heißt, nur Salze werden verwendet, die auch im Körper vorkommen und von denen aktuell ein Mangel besteht. Auch werden die Salze in der Regel nur in den Potenzen D6 und D12 angewendet und hierbei oft in deutlich höherer Dosierung als homöopathische Mittel.