MAGNETFELDTHERAPIE


Bei der Magnetfeldtherapie handelt es sich um eine uralte nahezu nebenwirkungsfreie Heilmethode, bei der man sich die Kräfte des Magnetismus zu Nutze macht.

 

Anwendungsgebiete der Magnetfeldtherapie (nach Vitrotron)

 

Generelle Einsatzgebiete

  • zur Aktivierung des Stoffwechsels, bei Übergewicht
  • zur Steigerung der Immunabwehr, Abbau von Toxinen
  • zur Gesunderhaltung, zum Stressabbau, zur Regeneration
  • zur allgemeinen Verbesserung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit

Im Bereich der Inneren Medizin

  • bei verschiedenen Allergien
  • bei Durchblutungsstörungen
  • zur Behandlung von Schmerzen verschiedenster Art

 

Im Bereich der Dermatologie

  • bei Ekzemen
  • bei entzündlichen Hauterkrankungen
  • zur Beschleunigung der Wundheilung

Bei Erkrankungen des Bewegungsapparates

  • bei Sehnen- und Bänderverletzungen
  • bei Muskelverspannungen, rheumatischen Erkrankungen
  • bei Osteoporose, Arthrose, degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen
  • zur unterstützenden Wirkung bei Knochenbrüchen, nach Unfällen und Operationen

 

Bei Verdauungsproblemen und Inkontinenz


Wirkungsweise der Magnetfeldtherapie

    Die Wirkung der Magnetfeldtherapie beruht auf der Lorentz-Kraft und dem Hall-Effekt.


    Die Wissenschaftler H.A. Lorentz (1853-1928) und E.H. Hall (1855-1938) untersuchten das Verhalten von elektrischen Strömen innerhalb eines Magnetfeldes. Dabei ging Lorentz der Frage nach, was passiert, wenn senkrecht an ein bestehendes Magnetfeld Strom angelegt wird, während Hall analysierte, was passiert, wenn umgekehrt senkrecht an einen Stromkreislauf ein Magnetfeld einwirkt. Lorentz entdeckte hierbei, dass Elektronen in einem Magnetfeld abgelenkt werden, während Hall herausfand, dass durch diese Ablenkung (Lorentz-Kraft) eine Spannung (Hallspannung) entsteht.


    Eine gesunde, vitale Zelle mit guter Stoffwechselleistung hat ein Membranpotential, das heißt zwischen dem Zellinneren und Zelläußeren herrscht eine Spannung von 70 bis 100 mV. Diese Spannung wird mit dem Alter geringer und damit sinkt auch die Stoffwechselleistung des Körpers. Bei Krankheit kann diese Spannung sogar unter 70 mV sinken. Im kranken Organismus sind also der Zellstoffwechsel, die Zellspannung und die Umverteilung der Energiezufuhr gestört.


    Elektromagnetische Felder können den Körper vollständig durchdringen, d.h. das Kraftfeld erreicht auch Zellen im Inneren des Körpers und wirkt dort auf „ruhende“ Ladungen. Wird an einen Organismus ein pulsierendes Magnetfeld angelegt, so wirken auf alle Ionen im Körper die Lorentzkraft und der Hall-Effekt mit folgenden Haupt-Effekten:


    • Erhöhung des Membranpotentials und damit des Stoffwechsels

    • Erhöhung der Fließfähigkeit des Blutes: Die roten Blutkörperchen können wie Geldrollen aneinanderkleben. Nach der Behandlung mit einem pulsierenden Magnetfeld kann man erkennen, dass sie sich voneinander lösen und sich gegenseitig abstoßen. Das Blut wird nicht dünner, sondern fließfähiger und damit kommt es zu einer verbesserten Durchblutung und Sauerstoffversorgung

    • Erhöhung der Zellteilungsrate: beschleunigte Wundheilung, schnellerer Abbau von Hämatomen

Verschiedene Formen der Magnetfeldtherapie

    1. Dauermagnete


    Früher und auch heute noch v.a. im Schmuckbereich werden Dauermagnete aus ferromagnetischen Stoffen (Magnetit, Nickel, Kobalt), die ein Magnetfeld erzeugen, verwendet. Sie besitzen einen Nord- und einen Südpol. Der Raum zwischen dem Nord- und Südpol wird von dem Magnetfeld umspannt. Man spricht von gleichbleibenden (statischen Magnetfeldern) mit geringer Therapiewirkung.


    2. Stromdurchflossene Leiter


    Diese stellen eine Weiterentwicklung in der Magnetfeldtherapie dar: Hier wird das Magnetfeld durch sich bewegende Elektronen erzeugt. Jede Änderung des magnetischen Felds verändert hierbei gleichzeitig das elektrische Feld. Ordnet man einen stromdurchflossenen Leiter zu einer Spule an, erzeugt bereits eine Windung der Spule ein Magnetfeld, d.h. je mehr Windungen eine Spule besitzt, desto stärker ist das Magnetfeld. Die meisten im Handel befindlichen Magnetfeld-Therapiesysteme beruhen auf einer unterschiedlichen Anzahl stromdurchflossener Spulen


    3. Pulsierende Magnetfelder


    Die pulsierende Magnetfeld-Therapie stellt eine Weiterentwicklung der Therapie mit statischen Magnetfeldern dar, die auf stromdurchflossenen Leitern basieren. Das Magnetfeld wird hierbei in regulierbarer Frequenz rasch auf und ab gebaut. Dadurch werden pulsartig elektromagnetische Signale abgegeben. Durch diese genau programmierte und dosierte Signal- und Impulsform werden nahezu alle Zellen erreicht und stimuliert. Die Impulse können individuell und krankheitsbezogen in Frequenz und Intensität variiert werden. Nur 8 Minuten auf einem pulsierenden Magnetfeld bedeuten für die Körperzellen einen „Dauerlauf“ von etwa 20 Minuten.


Weitere Informationen zur Magnetfeldtherapie

    Bei der Magnetfeldtherapie handelt es sich um eine uralte Heilmethode. In nahezu allen alten Hochkulturen - von den Ägyptern, Chinesen, Mayas, Griechen bis hin zu den Römern - waren die heilenden Kräfte von Magnetsteinen bekannt und ein fester Bestandteil ihrer Medizin.

    Heutzutage bedient man sich der modernen pulsierenden Magnetfeldtherapie, um Selbstheilungsprozesse bei akuten und chronischen Leiden zu fördern oder den allgemeinen Gesundheitszustand zu verbessern. Der Nobelpreisträger Werner Heisenberger fasste die Wirkung des Magnetismus wie folgt zusammen:

    „Die magnetische Energie ist die elementare Energie, von der das gesamte Leben des Organismus abhängt“.

    Wie stark lebende Organismen auf Magnetkräfte angewiesen sind, zeigten Versuche mit Mäusen, die von einem Magnetfeld völlig isoliert (einem sogenannten Zerofeld ausgesetzt) gehalten wurden. Hier zeigten sich nach einiger Zeit im Vergleich zu einer Kontrollgruppe gleichen Alters und unter gleichen Bedingungen, aber mit normalem elektromagnetischem Feld deutliche Veränderungen (Warnke, 1994):


    • sie alterten schneller als ihre Artgenossen

    • sie zeigten krankhafte Veränderungen an Leber, Blase oder Niere

    • die Anzahl der Leukozyten (Abwehrzellen im Blut) sank beträchtlich

    • sie wiesen am ganzen Körper Gewebewucherungen auf und schließlich starben sie